Französische Meisterscaft 2022 19.-22. Oktober

Die FranzNats fand wie immer beim Club Voile Bordeaux auf dem Lac d’Hourtin statt und es war
-auch wie immer- eine 4tägige Superveranstaltung !
36 Classics und nur 9 Foiler am Start, das ist Frankreich. Zum ersten Mal wurde auf die Gesamtwertung verzichtet und nur eine Foiler- und eine Classic-Wertung erstellt !!

4 Tage Regatta das ist u.a. der Reiz dieser Meisterschaft.
Am Tag 1 war der Wind moderat,
am Tag 2 und 3 wehte es zackig mit Böenfeldern über 20kn.
und am Tag 4 war es wieder moderat.

Diesen moderaten Wind, noch gut ausreichend zum Downwindfoilen, liebt der Präsi und war an Tag 2+4 (fast) unschlagbar.
Bei den Classics segelte Lars sehr stark, eigentlich hätte er den Micky schlagen können, wenn nicht …. u.a. das Ein-/Austragen vergessen worden wäre.

Nächstes Jahr ist die Französische in La Baule/le Pouliguen, wo 2008 die Euro stattfand.
Die Boote liegen aber nicht am Strand, sondern beim CNBPP, der über eine große breite Betonrampe verfügt.

Bilder hier

Regatta Zucchero A Vela in Passignano

ZUCCHERO A VELA Lago Trasimeno 22/23-OCT-2022

Zum Abschluss der Segelsaison in Italien gibt es jedes Jahr
die Regatta Zucchero A Vela in Passignano am Lago Trasimeno.

Es kamen noch beachtliche 18 Classic A-Cats, leider kein Foiler, sowie 5 Mattia Esse und ein Hobie FX one.

Die Wettervorhersage war ein Tiefdruck Gebiet, was dann auch eine Garantie für Wind war.
Der Wasserstand war etwa 1 m unter Normal, somit entstand vermehrtes Algen Wachstum.
Man musste regelmäßig Ruder und Schwerter von den eingesammelten Algen befreien.
Am Samstag gab es 3 Wettfahrten bei etwa 14-18 Knoten und kurzer hoher Welle, am
Sonntag nochmal 3 Wettfahrten bei 4-8 Knoten.

Mit perfekter kulinarische Versorgung am Freitag, Samstag und Sonntag war es eine sehr
gelungene Veranstaltung in einem gastfreundlichen Club..

Auf der Facebook Seite des Clubs gibt es insgesamt 772 Photos:
https://www.facebook.com/ClubVelicoTrasimeno/photos_albums

Norbert Bauer GER-548

Start der ersten Wettfahrt bei etwa 14 Knoten
Nikita am Limit bei etwa 18 Knoten in der kurzen Welle

Umfrage zu gewünschten Regeländerungen aus USA und POL

Liebe A-Cat Segler,

Aus Amerika kommt ein Vorschlag zur Zulassung von Geräten mit GPS auf dem Boot
und
aus Polen kommt der Vorschlag zu einer kleinen Änderung der Box Rule, so dass die Foiler Schwerter, die aktuell oben einen heftigen Doppel-S-Schlag haben, wieder einfacher und billiger werden können.

Der VDAC bittet Euch, mit JA oder NEIN über diese Vorschläge abzustimmen. Während der Euro im September in Arco am Gardasee wird ein außerordentliches IACA World Genereal Meeting abgehalten, wo die Nationen darüber abstimmen werden.

Rainer Bohrer wird den VDAC dort vertreten und votiert entsprechend dem Ergebnis unserer Abstimmung.

Die Umfrage startet am 01.07.2022 und endet nach 3 Wochen.
Detailierte Informationen nach dem Einloggen auf der Mitgliederseite. (Im Hauptmenü VDAC –> Mitgliederseite)

Matthias

Alpencup 2022 Forgensee ohne Ergebnis

Die Wettfahrtleitung des Alpencup 11. – 12. Juni war sichtlich bemüht, einen
Zeitfenster für eine vernünftige Wettfahr zu finden.
Ein vielversprechender Startversuch am späten Samstag Nachmittag wurde aber nach einer viertel Stunde wieder abgebrochen, der Wind spielte einfach nicht mit.

Am Sonntag eher noch weniger Wind, so dass die Zeit mit Kaffetrinken und Kuchenessen totgeschlagen wurde. Die Versorgung dafür wurde im SCFF hervorragen gesichert. Vielen Dank dafür und die Hoffnung, dass es im kommendenn Jahr wieder mehr bläst.

RH


Walchensee-Regatta 25./26.Juni

Saison-Höhepunkt im Süden !

Der Walchensee ist windmäßig mit Abstand der beste See Süddeutschlands, hat er doch Thermikwind ähnlich Gardasee.
Die Webcam zeigt, fast jeden Tag werden um ca. 11:30 15kn Wind eingeschaltet und ca. 17:00 ausgeschaltet.

Die Regatta hat deshalb einen erhöhten Ranglistenfaktor von 1,3 erhalten.

5 Meldungen sind es momentan. Der Meldeschluss ist zwar erst am 20.06., aber die Wettfahrtleitung soll dem Campingplatz bzgl. Liegeplätzen jetzt Zahlen nennen.

Es wäre schön, bald viele Meldungen zu erhalten, auch gerne aus dem Norden.

NoR und Meldung unter manage2sail.

Univela Trophy 2021 in Campione del Garda

Sie war überall bei den Seglern zu spüren: Die riesige Freude und Erleichterung darüber, nach zwei entbehrungsreichen Corona-Saisons endlich wieder einen halbwegs normalen internationalen Regattabetrieb aufnehmen zu können. 55 Boote aus 9 Ländern hatten zur Univela Trophy in Campione gemeldet, davon 46 Foiler und 9 Classics. Die Regatta entpuppte sich damit als größte A-Cat-Regatta, die im Jahr 2021 weltweit ausgetragen werden konnte. Das Univela-Team war zunächst besorgt, ob es so viele Boote auf dem nicht allzu großen Clubgelände unterbringen konnte. Doch die Herausforderung wurde gut gemeistert. Selbst das An- und Ablegen an der etwas heiklen Sliprampe klappte letztlich problemlos.

Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, auch die Qualität des Feldes war beeindruckend. Außer den spanischen, dänischen und britischen Cracks waren eigentlich alle europäischen Topsegler am Start, einschließlich des amtierenden Weltmeisters Mischa Heemskerk aus den Niederlanden. Die große Frage war: Konnte der Pole Jakub „Kuba“ Surowiec auf seinem Exploder erneut das Duell gegen Mischa mit seinem DNA gewinnen, so wie erst vor einigen Wochen bei der niederländischen Meisterschaft? Kuba hat eine extrem erfolgreiche Saison hinter sich, er ist unter anderem deutscher und polnischer Meister geworden und derzeit das Maß der Dinge bei den europäischen A-Cat-Seglern. Er ist rund 20 Jahre jünger als Mischa und deutlich leichter, was ihn aber nicht an einer herausragenden Performance bei Starkwind hindert. Zudem segelt er das ganze Jahr über professionell, während Mischa inzwischen anderen beruflichen Verpflichtungen nachgehen muss.

Jakub „Kuba“ Surowiec

Um es kurz zu machen: Kuba segelte auch am Gardasee wie ein junger Gott. Fünf Laufsiege und ein zweiter Platz als Streicher sprechen eine deutliche Sprache. Mischa war allerdings der einzige, der ihm halbwegs Paroli bieten konnte. Er und Kuba segelten meist weit vor dem Hauptfeld, was sie vor allem ihrem exzellenten Bootspeed beim Am-Wind-Foilen verdankten. Zwar vermochte auch ein gutes Dutzend weiterer Segler am Wind zu foilen, doch so elegant und zugleich effizient wie Kuba und Mischa beherrscht es derzeit niemand sonst. An den Booten liegt es eher nicht: Die gesamte vordere Hälfte des Feldes trat mit aktuellem Topmaterial an. Es geht derzeit in erster Linie nur ums Feintuning der Foils und der Ruderverstellung – und um die entscheidenden Nuancen beim Bootshandling.

Taktisch ist der Gardasee bei Campione recht simpel: Wer zuerst an der Felswand ist, liegt in 90 Prozent aller Fälle an der Luvtonne vorne. Mischa und Kuba starteten immer nahe des Startschiffes und zählten in jeder Wettfahrt zu den ersten, die umlegen konnten. Schwierig gestaltete sich allerdings das Finden der Luvtonne. Univela setzt kleine Robotertonnen ein, die per GPS und kleinen Propellerantrieben am gewünschten Ort platziert werden können. Eine tolle Sache angesichts gewaltigen Wassertiefen am Gardasee, doch die Sichtbarkeit der Bojen ist miserabel. Die Layline hat kaum ein Segler je richtig getroffen. Wechselnde Windstärken der Ora zwischen vier und 18 Knoten machten es zudem erforderlich, schnell zwischen den verschiedenen Modi des A-Cat-Segelns umzuschalten. Insgesamt aber lieferte der Gardasee, was sich alle erhofft hatten: Tolle Segelbedingungen in einer grandiosen Bergkulisse.

Bei der zahlenmäßig kleinen, aber seglerisch starken Classic-Flotte vollzog sich ebenfalls ein Generationswechsel. Der erst 19-jährige Moritz Weis vom Schluchsee konnte bei gleich seiner ersten ‚richtigen‘ A-Cat-Regatta den Sieg vor Altmeister Micky Todd erringen.

Moritz Weis

Moritz segelte nicht nur taktisch sehr überlegt und risikoarm, sondern überzeugte vor allem durch herausragende Bootsgeschwindigkeit. Mit seinem nagelneuen Exploder AD3 mit C-Schwertern, großen Ruderfoils und Decksweeper-Segel ist er kaum zu schlagen, sobald mehr als 6 Knoten Wind weht.

An Land wurde wie gewohnt viel über die kommenden Entwicklungsschritte des A-Cats diskutiert. PJ Dwarshuis präsentierte ein Rigg mit zwei Salingspaaren; durch verstellbare Oberwanten kann er den Mast im Skiff-Style vorbiegen und das Segel brettflach trimmen. „Das bringt aber nichts, außer beim Abreiten eines Sturmes“, räumte er selbst ein. Mehr Potential sehen die Technik-Freaks in aufblasbaren Wing-Segeln, in elektrischen Verstellsystemen für die Foils oder sogar in einer mittschiffs angeordneten, aerodynamisch perfekt verkleideten Kanzel für die Segler. Wenn die luvwärtigen Foils genug aufrichtendes Moment erzeugen, braucht es kein Trapez mehr, so die Annahme. Doch bis solch verwegene Ideen umgesetzt werden, bedarf es noch so mancher Regeländerung.

Im kommenden Jahr wird die Europameisterschaft ebenfalls Ende September am Gardasee stattfinden, ausgerichtet wird sie vom Club in Arco und der deutschen Klassenvereinigung. Es freuen sich schon jetzt alle Segler darauf. Ob dann auch die australischen und amerikanischen Top Guns kommen können? Möge das Corona-Virus es nicht verhindern.

Christian Stock (GER 100)

Event-Webseite mit Ergebnissen und Fotos: https://www.campioneunivela.it/en/regattas/2021/univela-trophy-a-cat/